Im Folgenden wollen wir Ihnen die veschiedenen parasitären Krankheiten der Koi vorstellen.

 

 

Dactylogyrus (Kiemenwurm)

 

dactylogyrus

 

Kiemenwürmer haben eine Größe von 0,1mm bis ca. 2mm.

 

Sie besiedeln vorwiegend die Kieme des Fisches und richten dort erhebliche Schäden an den Zellschichten an. Da sich ihr Lebensraum aber nicht nur auf die Kieme beschränkt, können auch auf Hautabstrichen gefunden werden.

 

Dactylogyrus sind eierlegende Parasiten. Der Vermehrungszyklus ist stark vom pH Wert und der Wassertemperatur abhängig. Dies ist bei der Behandlung zu berücksichtigen.

 

Im Abstrich ist dieser Parasit mit einer 40x Vergrößerung zu erkennen.

 

Häufige Symptome:

 

 

Erhöhte Atemfrequenz, verschleimte Kiemen, verdickte Kiemenränder, scheuern, Fische magern ab.

 

Diagnose:

 

Mittels Haut- und Kiemenabstrich 40x

 

 

 

Gyrodactylus (Hautwurm)

 

gyrodactylus

 

Dieser Parasit erreicht eine Größe von 0,3 bis ca. 0,9mm.

 

Er ernährt sich von den Oberhautzellen seines Wirtes und ist per Hautabstrich bei einer Vergrößerung von 40x leicht zu entdecken.

 

Hautwürmer sind lebendgebärende Parasiten. Unter dem Mikroskop sind im Inneren des Wurmes der Embryo und dessen Haltewerkzeuge gut zu erkennen. Der Hautwurm tritt, wie die meisten Parasiten, bei schlechten Haltungsbedingungen und dadurch geschwächten Fischen auf. Dies begünstigt wiederum eine explosionsartige Massenvermehrung.

 

Häufige Symptome:

 

Fische scheuern sich vermehrt, erhöhte Schleimproduktion, die betroffenen Hautstellen entzünden sich sehr schnell.

 

Diagnose:

 

Mittels Haut- und Kiemenabstrich 40x

 

 

 

Ichthyophthirius multifiliis (Weisspünktchenkrankheit)

 

ichthyophthitius_multifiliis

 

Dabei handelt es sich um einen 20-50 µm großen Einzeller. Er ernährt sich von Epithel und Sekret und ist auf der Haut und auf den Kiemen des befallenen Fisches zu finden. Ist der Parasit zur Vermehrung bereit verlässt er den Fisch um sich zu teilen. Im Sommer ist ein Massenbefall, welcher schnell zu Verlusten unter den Fischen führen kann, in kürzester Zeit möglich.

 

Häufige Symptome:

 

Erhöhte Atemfrequenz, scheuern, weiße „Pünktchen“ auf der Haut, Flossenklemmen, Schäden an den Kiemen, Flossenklemmen.

 

Diagnose:

 

Mittels Haut- und Kiemenabstrich 40x

 

 

 

Ichthyobodo necatrix (Costia)

 

ichthyobodo_necratix

 

Costia gehört mit 10 bis 15 µm zu den kleinsten Parasiten und ist erst ab einer Vergrößerung von 100x im Abstrich gut zu erkennen. Seine ruckartigen und schnellen Bewegungen sind charakteristisch. Er besitzt 2 Geißeln, die ihm zur Fortbewegung und zu Anhaftung am Fisch dienen. Er ernährt sich von Zellgewebe Dieser Parasit hat die Fähigkeit sich durch Zystenbildung vor für ihn ungünstige Lebensbedingungen zu schützen.

 

Häufige Symptome:

 

Grauer Belag auf der Hautoberfläche, Schleimhautablösungen, erhöhte Atemfrequenz, Flossenklemmen, Scheuern, Löcher in der Haut des Fisches, Kiemenenkrose, apathisches Verhalten.

 

Diagnose:

 

Mittels Haut- und Kiemenabstrich 40x

 

 

 

Trichodina

 

trichodina

 

30 bis 90 µm groß und unter dem Mikroskop schön anzuschauen.

 

Auch dieser Parasit ernährt sich von Haut- und Kiemenepithel, ist also am ganzen Fisch anzutreffen. Durch die Schädigungen, die er verursacht, kommt es schnell zu Infektionen und Aufbrüchen am Fisch.

 

Trichodina ist ein Einzeller, welcher wie andere Parasiten auch, meist aufzufinden ist und erst bei schlechten Haltungsbedingungen zu Problemen führen kann.

 

Häufige Symptome:

 

Grauer Belag auf der Hautoberfläche, erhöhte Atemfrequenz, Flossenklemmen, Scheuern, Entzündungen.

 

Diagnose:

 

Mittels Hautabstrich 40x