TAG 1

So es ist 08:21 und ich komme gerade vom Früchstück. Die Dusche hier war wieder mal alles andere als großzügig angelegt aber sie war gut. Frage mich immer wieder wie die längeren Menschen das hier hinbekommen die müssen sich glaube ich überall den Kopf anstossen aber ............ zum Glück nicht mein Problem. Die Nacht war sehr bescheiden aber nicht schlecht, das Bett typisch japanisch hart und es war nicht gerade sehr warm hire im Zimmer, das fand ich mal so richtig daneber. Ach ja, ein riesengroßes Manko hat dieses Hotel, ich habe keinen warmen Kaffee heute morgen vorgefunden, das geht garnicht muss aus diesem Grund den Bericht dann gleich mal unterbrechen denn ich muss rausgehen und mir wieder so ein Döschen am Auotmaten ziehen.

Gestern Abend haben die Jungs vom ZNA Bdang Zapter noch in Facebook gepostet das sie für einen Sakai Sanke beten der heute die Show gewinnen sollte. Wenn das so  sein sollte wird Sakai der ganz große Meister in dieser Saison sein. Rinyukai, All Japan und Wakagoi hätten sie dann gewonnen und alle Tiere wurden über das Samurai Koi Center gehandelt. Das wäre ein riesen Wurf für alle Beteiligten. Wenn ich daran denke was da für eine Kaufkraft dahinter steckt dann bekomme ich gerade eine Magengeschwür und zwar auf der Stelle. Das können wir uns in Deutschland einfach nicht vorstellen was da hingelegt wird wobei man hier ganz sicher sagen muss, die teuersten Tiere bekommen die meisten nicht einmal zu sehen.

So jetzt ist aber genug geschrieben. Sachen packen, auschecken und los gehts.

19:16 ich sitze im Shinkansen nach Okayama und eines vorab, ich war Beifahrer des wohl schlechtesten Autofahres Japans (es war nicht Daisuke) doch dazu später mehr. Pünktlich um 10:30 holte mich Daisuke mit dem Auto ab. Dabei waren noch Max von der Max Koi Farm aus Singapur und zwei seiner Kunden. Nach ca. 25 Minuten (man merke sich das für später) waren wir dann im Park wo die Wakagoi stattgefunden hat. Der einzige Koi der final bewertet wurde war der Grand Champion. Ein wirklich wunderschöner Kohaku von Hoshikin. Ich könnte wetten das dieser Koi in den Augen vieler Europäer nicht der Koi gewesen wäre denn ein Beni im Auge und ein Beni in der Bauchflosse machen diesen Koi aus. Ich habe mich dann weiter auf der Show umgesehen. Im Gegensatz zu europäischen Shows ist das Begutachten der Tiere erst nach dem Richten möglich. Stell sich mal einer die Interkoi so vor. Da wäre ja keiner am Samstag dort denn die Preise stehen ja erst Sonntag morgen fest *lach*. Auf einmal sah ich das die Preisrichter sich versammelten und vor einem Teppich voller Beutelkoi heftig diskutieren. Ich konnte sehr nah drann sein, verstand aber nichts.........komisch......*lach* aber was habe ich da gesehen??? Einen ginrin Goshiki und der kam mir verdammt bekannt vor. Und siehe da Michael G. sein ginrin Goshiki stand unter anderem im Mittelpunkt. An dieser Stelle muss ich Michael G. wirklich ein Kompliment für diesen Goshiki aussprechen. Kein großer Koi aber ein wirklich sehr sehr schöner ginrin Kuro Goshiki. Um es dann schon vorweg zu nehmen: Herzlichen Glückwunsch an Michael G. zum Gewinn des Sakura Price Ginrin B 43 Bu. Wieder ein Erfolg mehr für diesen schönen Koi und für Michael G. Und ganz ehrlich ihr lieben Leute das war es dann für ca. 2 ½ Stunden in Sachen Koi, da ging nichts es war langweilig, wirklich war. Ich tauschte mich dann etwas länger mit Mark Gardner aus dann tauchte Toshi Ogata auch, dicht gefolgt von Hans-Jürgen Ninke mit seiner Frau. Später kam noch Christian Wild der morgen wieder nach Deutschland fliegt mit dazu. Wir tauschten uns dann weiter untereinander aus und klärten dann die weiteren Tage ab. Gegen 15.00 wurde dann der Grand Champion B gewählt und gezeigt. Hier wieder ein toller Erfolg für die Momotaro Koi Farm, es wurde ein ginrin Kohaku aus der 58 Bu Klasse. Ein fantastischer ginrin Kohaku kann ich da nur sagen. Und so langsam wurden die ganzen Sonderpreise verteilt und man sah erst welche tolle Tiere hier auf der Show gezeigt wurden. Die Showa waren ausnahmslos eine Wucht aber was mich wirklich beeindruckt hat war die Anzahl der wirklich sehr hochwertigen Goshiki. So kam es auch das der Overall Sakura Prize an einen Goshiki ging, wenn auch so einige mit denen ich mich unterhielt das nicht so ganz verstanden, mich eingeschlossen.

Wie dem auch sei, ich denke das ich genug Bilder gemacht habe die dann gezeigt werden und dann musste ich mich so langsam auf den Weg zum Zug machen. Normal dachte ich das Daisuke Maeda mich zum Zug bringt aber der musste mit seiner Frau noch wo anders hin und einer seiner Farm Kollegen fuhr mich dann zur Central Station Nagoya und hier sind wir schon beim wohl schlechtesten Autofahrer Japans, nach genau 2 Stunden war ich dann am Bahnhof....................... ich hatte schon gedacht der gute Mann wollte mich direkt nach Okayama fahren aber dem war nicht so, vielmehr konnte er anscheinend auch keine Karten lesen denn ich habe nach dem 10 Mal falsch abbiegen aufgehört zu zählen. Als wir dann endlich an der Station angekommen waren entschuldige er sich vielmals – ich habe es nur noch gelassen genommen. Dann schnell in die Station hinein, Ticket gezogen, warmen Kaffee aus dem Automaten geholt und jetzt sitze ich schon im Zug nach Okayama und schreibe diesen Bericht.

Supergut ist das morgen früh um 09.30 mein Freund Adam mich am Hotel abholt und dann geht es zu Tosai Selektion mit hoffentlich vielen guten Fischen und tollen Bilder und Videos.

So und jetzt schaue ich nach ob das Übertragungskabel der Kamera im Rucksack oder im Koffer ist und wenn es im Koffer ist dann muss die Übertragung halt noch ein wenig warten.

Ich schalte jetzt den Rechner ab und melde mich später wieder.